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Makroobjektiv Testberichte
Makroobjektive kaufen: Verbrauchertipps
Schon bei der Abbildungsleistung und den Konstruktionsmerkmalen sind die Schwerpunkte bei Makroobjektiven anders gelegt als bei herkömmlichen Objektiven mit ähnlicher Brennweite. Besondere Berücksichtigung bei der Konstruktion finden:
- möglichst wenig Bildwölbung
- geringe Verzeichnung – auch zu den Rändern
- gleich bleibende Schärfe über das ganze Bildformat
Ideallösungen sind aus Erfahrung Objektive, speziell für den Makrobereich gebaut, mit fester Brennweite in geschlossenen Systemen. Normale Kameraobjektive, ob Festbrennweite oder als Zoomobjektive, erreichen Abbildungsmaßstäbe zwischen 1:7 bis 1:9. Es gibt aber auch Objektive, sogenannten makrofähigen, die einen Abbildungsmaßstab von ca.1:4 erreichen.
Die Zielvorgabe und ihre Erreichbarkeit
Um zu erreichen, dass das Objekt auf dem Bildsensor der Digitalkamera größengetreu wiedergegeben wird – also im Abbildungsmaßstab 1:1, muss die Kamera entsprechend positioniert werden. Ein Stativ ist in der Makrofotografie ein unverzichtbares Hilfsmittel, die Einstellungen der Blende und der Aufnahmeabstand fordern einen sicheren Stand. Aufgrund der niedrigen Schärfentiefe, verändert jede noch so kleine Positionsänderung die Bildkomposition, verschiebt trotz Abblenden die absolute Schärfe nach vorn oder hinten. Unmittelbaren Einfluss auf den Abbildungsmaßstab haben:
- eine Auszugsverlängerung (Zwischenringe oder Balgengerät)
- die Brennweiten-Veränderung bei Zoomobjektiven durch Änderung der Abstände von Linsen oder Linsenpaaren im Inneren des Objektivs
- oder kombinieren beider Möglichkeiten
- eine achromatisch korrigierte Nahlinse. Die Güte der Nahlinsen bestimmt die Wiedergabequalität
Die Abbildungsmaßstäbe 1:1 und 1:2 sind der Standard bei Makroobjektiven. Nicht ganz so ernst sollte die DIN 19040 aus dem Jahr 1979 genommen werden. An ihr ist die technische Revolution der Fotografie voll vorbeigerauscht. In dieser DIN-Norm wird alles zwischen 10:1 und 1:10 als Makro- bzw. Nahaufnahme betitelt.
Makroobjektive nicht nur für Speziallisten
Es war eines der ersten Makroobjektive mit einem Abbildungsmaßstab von etwa 1:1 – das in den 50er Jahren von der Firma Zeiss Oberkochen entwickelte Opton Proxar. Die meisten Makroobjektive bewegen sich im Bereich 1:2 und 1:1, leider geben nicht alle Hersteller den Abbildungsmaßstab an. Zur besseren Information nachstehend einige Makroobjektive namhafter Fabrikanten. Fujifilm Fujinon XF 60 mm F2.4 R Macro, Teleobjektiv, Makroobjektiv, Abb. 1:2 Makroobjektiv Canon EF-S USM 2,8/60 Macro, Makro-Objektiv, Abb. 1:1 Sigma MAKRO 150 mm F2.8 EX DG OS HSM, Makro-Objektiv, Abb. 1:1
Vor- und Nachteile liegen oft dicht beieinander
Die Makrofotografie ist ein hochsensibles und gewichtiges Arbeitsgebiet, es kann Nerven kosten. Mit kurzen Brennweiten und weniger Gewicht muss das Objektiv sehr nah, oft nur wenige Millimeter, an das Objekt geführt werden. Bei lebenden Objekten ist das fast unmöglich. Mit längeren Brennweiten erhöht sich auch der Abstand auf 20 Zentimeter und mehr, das Gewicht des Objektivs allerdings auch. Ein Gewicht von 1.000 Gramm ist keine Seltenheit. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist ein Stativ unabdingbar.
Schon beim Erwerb eines Makroobjektivs sollte gut durchdacht werden, welche Fotos damit gemacht werden sollen. Einige Objektive dieser Baureihen sind nämlich hervorragend für Porträts und Landschaftsaufnahmen geeignet. Häufig sind preiswertere Exemplare in ihren Leistungen nicht weniger gut. Vorausgesetzt, die vorhandene Kamera spielt mit.
















