Wer braucht schon ein Makroobjektiv?
Mega, wenn man sich in die Makrofotografie einarbeiten möchte, ohne sich ein extra Objektiv zu kaufen.
Ich nutze es auf dem Lumix 14-140 und dem Olympus 75-300mm.
Die Ergebnisse sind insbesondere bei Zoomobjektiven für Einsteiger perfekt.
Man nutzt eine hohe Zoomstufe, wenn die Nahlinse aufgespannt ist und bewegt sich dann mit der Kamera händisch vor oder zurück, bis das Bild scharf ist. Fokuspeaking funktioniert auch. Erstaunlich gute Ergebnisse. Vor allem muss man nicht das Objektiv wechseln, sondern kann schnell mal die Nahlinse draufklicken. Die Bilder sind gestochen scharf.
Ich brauche kein Makroobjektiv und hab dennoch Spaß an der Makrofotografie gefunden.
Brauchbare Behelfslösung, wenn Makroobjektive im System nicht billig
Gekauft wurde die 8 Dioptrien Vorsatzlinse , um einige Kleinbildnormalobjektive (Nikon Z40 und Zeiss Y/C 50mm) um eine Behelfs-Makrooption zu erweitern. Vergleichen kann ich mit einem 30mm MFT Makroobjektiv, mit dem Bildwinkel eines 60mm Objektivs an Kleinbild.
Erreichbarer Makroeffekt:
Erreichbare Abbildungsmaßstäbe waren im Test 1:2,5 bis 1:1,7 (Motivbreite 9,6 bis 6 cm; Achromat, Z40/2) bzw. bis 2:1 (Motivbreite 1,7 cm; MFT Makro, Kleinbild-äquivalent).
Scharfes Bildfeld:
Makroobjektiv: eben.
DCR-250 Achromat: gekrümmt; Schärfebereich an Bildrändern war deutlich näher an Kamera als in
Bildmitte
Je nach Motiv muß beim Achromat stärker abgeblendet werden.
Arbeitsabstand:
Makroobjektiv: Der Arbeitsabstand mit dem Makroobjektiv ist deutlich flexibler einstellbar
(Von Nahgrenze bis unendlich, Autofokus-tauglich)
DCR250 Achromat: Bei Objektiveinstellung Unendlich beträgt der Objektabstand 12,5 cm ab Frontlinse,
1:8 m). Weiter entfernt geht nicht, dichter dran ja, wenn Objektiv näher eingestellt
Bildqualität:
Makroobjektiv: Einwandfrei im ganzen Bildfeld und allen Abständen
DCR250 Achromat: Sehr gut in mittlerer Bildhälfte, weiter außen gut, wenn innerhalb gekrümmter
Schärfenebene.
Qualität am besten, wenn Objektiv auf Unendlich eingestellt.
Im Prinzip ist die Randqualität auch von der Bauart der Objektivs und dessen
Brennweite abhängig. In meinem Test mit verschiedenen Brennweiten gab es
Eckenvignettierung ab 35mm KB Äquivalenz, aber das muß nicht allgemein gelten.
Praktische Fokussierung:
Makroobjektiv: Flexibel durchstimmbar von 4 cm (ab Objektivfront) bis Unendlich
DCR250 Achromat: Keine Einstellmöglichkeit für > 12,5 cm vor Frontlinse;darunter AF möglich.
Befestigung:
DCR250 Achromat: Klemmvorrichtung in Filtergewinden von 52 bis 67 mm Durchmesser; ganz praktisch.
Haltbarkeit der Klemmvorrichtung wird sich zeigen.
Der Achromat kann aber auch, ggfs. mittels Stepup/ Stepdown Adapterring, direkt in
Filtergewinde geschraubt werden.
Unpraktisch ist, daß eine Abdeckung fehlt, die die Hinterlinse des Achromaten abdeckt, wenn im
Klemm-Adapter eingeschraubt.
Fazit: Als Behelf für Unterwegs-Makrooptionen an Kleinbild Normalobjektiven meines Erachtens für den
Preis geeignet. An MFT würde ich lieber eines der dort recht preisgünstigen Makroobjektive kaufen,
da besser und einfacher zu handhaben. Ergänzen kann man das ggfs. durch einen Achromaten mit
geringen Brechkraft (2 Dioptrien, wie Canon 500D) für eines der dortigen Telezooms, zb. das
40-150mm 4-5,6, mit dem Vorteil eines großen Arbeitsabstands von 50 cm ab Frontlinse, gut für
Insekten.
Gute Qualität zum günstigen Preis
Diese Vorsatzlinse dient dazu, in Verbindung mit einem geeigneten Objektiv in den extremen Nahbereich (Makrofotografie) vorzudringen. Nach über einjährigem häufigem Einsatz kann ich sagen, dass diese Nahlinse eine wirklich gute Schärfeleistung liefert und daher eine Empfehlung mehr als verdient.
Manche kritische, abwertende Rezensionen zu dieser Nahlinse bemängeln die geringe Schärfentiefe, sie zeigen dann aber nur die Unwissenheit der Benutzer: Im extremen Nahbereich ist die Schärfentiefe sehr klein. Das beruht auf optischen Gesetzen und ist nicht dieser Nahlinse anzulasten. Die Schärfentiefe ist allein vom Abbildungsmaßstab abhängig, sie kann durch Abblenden erweitert werden. Bei gleichem Abbildungsmaßstab und gleicher Blende ist die Schärfentiefe gleich groß, ganz egal, welche Brennweite verwendet wird. Wer schon einmal einen kleinen Gegenstand durch eine Lupe oder gar durch ein Mikroskop betrachtet hat, weiß, wie klein die Schärfentiefe ist.
Wer die Schärfentiefe auch und gerade mit dieser Vorsatzlinse vergrößern will, kann das durch Focus Bracketing (auch Stacking) erreichen. Dabei werden viele Bilder mit leicht versetzter Schärfezone aufgenommen und in der Kamera oder im PC zu einem Gesamtergebnis mit erweiterter Schärfezone zusammengerechnet.
Es ist jedoch wichtig, ein passendes Objektiv mit dieser Nahlinse zu verbinden. Allgemein lässt sich sagen, dass Objektive mit einem großen Durchmesser (über 67 mm Filtergewinde) ungeeignet sind, aber auch Objektive mit kleinerem Durchmesser können schlechte Ergebnisse liefern, es kann zu Abschattungen in den Bildecken (Vignettierungen) kommen. Da ist Ausprobieren angesagt. Ich verwende diese Raynox-Linse DCR-250 vor einem Olympus 60mm-Makroobjektiv und erziele Ergebnisse, mit denen ich sehr zufrieden bin.
Für größere Objektive (über 67mm Filterduchmesser) empfehle ich das Raynox-Vorsatzlinsen-Set DCR 5320 Pro. Die zwei Linsen dieses Sets können einzeln oder kombiniert vor einem Objektiv verwendet werden. Sie sind recht teuer, aber die bessere Lösung bei dickeren Objektiven.
Die mit der Nahlinse DCR-250 gelieferte Schnappfassung ist eher eine Notlösung. Das Plastikteil ist zwar schnell am Frontgewinde des Objektivs montiert, macht aber keinen zuverlässigen Eindruck und wurde von mir sofort gegen einen Adapterring ausgetauscht. Mithilfe eines Stepup- oder Stepdown-Adapterrings lässt sich die Nahlinse sicherer am Objektiv anbringen. Am 60er Olympus-Makroobjektiv braucht man einen Stepdown-Adapter von 46mm auf 43mm, der für wenige Euro zu haben ist.
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