Testurteil: "Bronze-Award"
Test: Einzeltest: Thermaltake Jing
Zitat: Pro: + sehr gute Verpackung
+ leichte Montage
+ gute Verarbeitung
Contra: - "nur" durchschnittliche Kühlleistung (mit Vorteilen beim Betrieb mit geringer Drehzahl)
- Lüfterbefestigung kann bei Unachtsamkeit beschädigt werden
Wer den Artikel nur überfliegt, könnte nun schnell zu dem Schluss kommen, dass der Jing wieder ein mal das bestätigt hat, was viele denken: Die Kühler von Thermaltake sind nur gut wenn sie mit Original-Lüfter und hohen Drehzahlen befeuert werden. Dem ist aber bei weitem nicht so. Aber fangen wir am Anfang an. Die Verpackung und vor allem der Schutz, den Thermaltake dem Jing zukommen lässt, ist vorbildlich und könnte dem einen oder anderen Hersteller ebenfalls gut zu Gesicht stehen. Beim Lieferumfang ist lediglich das vorhanden, was für den reibungslosen Betrieb benötigt wird, hier bekleckert sich Thermaltake - wie viele Hersteller - nicht mit Ruhm. Bei der Verarbeitung kann der Jing voll und ganz überzeugen, auch wenn der hohe Kunststoffanteil nicht jedermanns Geschmack ist. Auch die Montage des Kühlers ist gut gelöst, einziger Kritikpunkt ist die fehlende freie Ausrichtung auf AMD-Systemen. Bei den Leistungstests kann der Jing mit den beiden Original-Lüftern nur durch einen verhältnismäßig ruhigen Betrieb punkten. Dies zeigt sich auch bei den Referenz-Tests. Recht weit hinten rangiert der Jing in diesen, einzig im Betrieb mit einem Lüfter bei 700 U/min zeigt er, dass er mehr kann als gut aussehen. Und so kommen wir auch wieder zu der Eingangs gestellten These zurück. Der Jing kann gerade bei geringem Luftdurchsatz punkten und bietet sich durch seine schmale Bauweise gerade für Mid-Range-Systeme an, welche weniger die exorbitante Kühlleistung benötigen als viel mehr Kühler, welche wenig Platz in Anspruch nehmen. Preislich liegt der Jing bei rund 45 Euro, was allerdings aus unserer Sicht ein wenig zu viel ist. Wem der Kühler aber optisch zusagt, der kann bedenkenlos zugreifen.