4,0 von 5 Sternen
Gute und sehr kompakte Kamera für Vlogger und Youtuber - benötigt aber noch Feinschliff!
⭐⭐⭐⭐
Das Canon PowerShot V10 Vlogging Starter Kit wird mit einer deutschen Anleitung, Handschlaufe, USB-C-Kabel, 64GB Micro-SD-Karte und Zubehör (Mikro-Windschutz, Silikon-Objektivdeckel & Stofftasche) von SmallRig.
Das Zubehör ist ganz nett, wobei wir uns etwas über den einen (1.) Windschutz bei zwei Mikros wundern - dies könnte aber daran liegen, dass die Umverpackung schon mal geöffnet wurde und wir diesen Rückläufer mit nicht kompletten Inhalt erhalten haben. Außerdem hält dieser zwar, aber sobald man die Kamera mal in die Stofftasche oder Hosentasche steckt, fällt der Puschel gerne ab.
Die Kamera selbst besteht aus einem matten Kunststoff und die Verarbeitung ist richtig gut und hochwertig.
Die Besonderheit an der Kamera sind natürlich der Aufstellbügel, um die Kamera auf den Tisch zu stellen und im Winkel zu justieren. Sie steht dabei recht sicher und bleibt in dem eingestellten Winkel.
Der Bildschirm ist schwenkbar, sodass man ihn hinter (Ausgangsposition) der Kamera hat, um vorne aufzunehmen, oder nach vorne als Selfiedisplay klappen kann.
An der Kamera gibt es hinten die Bedienfläche mit Tasten, um alle Einstellungen (Auflösung, Bildstabi, Langzeitbelichtung, Menü, Formatierung, Datum usw.) durchzuführen. Vorne an der Kamera ist der Aufnahme-Taster, der so sehr schnell und ohne Suchen von vorne und hinten gut erreich- und erfühlbar ist.
An Anschlüssen gibt es USB-C zum Aufladen des festverbauten Akkus, ein 3,5mm Klinkeport für Mikros, ein Micro-HDMI-Output für TV/Monitor und es gibt einen MicroSD-Slot, der hinter einem Deckel versteckt ist. Unten befindet sich noch ein Stativgewinde für ein Selfiestick oder anderes Zubehör.
Die Bedienung der Kamera geht ganz mit den Tasten und außerdem ist das Display berührungsempfindlich. Für eine zuverlässige Touchbedienung finden wir aber, dass das Display etwas zu klein ist. Teilweise ist es so, dass man kleine Auswahlboxen antippen muss und dabei auf eine andere Schaltfläche toucht. Deutlich präziser geht es mittels den Tasten.
Außerdem gibt es die Camera Connect App, die als Fernbedienung benutzt werden kann und mit der man Zugriff auf die Aufnahmen hat. Außerdem kann man streamen usw. - das ist alles ok, aber wir haben die App nicht wirklich benötigt.
Dann direkt zur Aufnahmequalität und hier können wir sagen, dass diese wirklich gut ist, wenn man bedenkt, dass es sich hier im Grunde um eine etwas bessere (durch den 1” Sensor) Actioncam handelt. Die Aufnahmen sind je nach gewählter Auflösung schön scharf (4K/30) oder nicht mehr so scharf (1080p/60), aber dafür sehr flüssig aufgenommen. In Sachen Belichtung und ISO funktioniert die Automatik so gut, dass selbst bei viel Tageslicht oder wenig Licht die Aufnahmen noch gut sind. Bei hoher Helligkeit ist die Szenerie nur kurz überbelichtet und wird dann sehr schnell heruntergeregelt, sodass die Aufnahme wieder gut aussieht. Zusätzlich gibt es einen automatischen ND-Filter, der bei starker Helligkeit eingesetzt werden kann. Auch bei schlechter Beleuchtung geht es in Ordnung und wird nicht zum grobkörnigen Matsch. Natürlich muss man aber bedenken, dass der Sensor hier nicht mit Systemkameras vergleichbar ist, die z.B. einen MFT-, APS-C- oder Vollformatsensor haben und dann auch noch mit lichtstarken Objektiven ausgestattet werden. Diese Kamera bietet eine gute Leistung für Leute, die sich nicht mit Kameratechnik auseinandersetzen und einfach nur Content produzieren wollen.
Man kann zwar auch in begrenztem Maße selbst Hand anlegen, aber viel kann man nicht verbessern.
Der Autofokus ist auch ganz gut und hat bei unseren Tests Gesichter bei Tageslicht aus der Nähe und sogar aus der Ferne recht zuverlässig erkannt. Wenn mehrere Personen zu sehen sind, springt der Fokus (sichtbar anhand eines Kastens auf dem Display) auch mal von Gesicht zu Gesicht. Spürbar schlechter ist es, wenn die Beleuchtung abnimmt. Dann erkennt die Kamera das Gesicht ab und zu nicht, obwohl man davor steht. Solange aber noch einigermaßen Tageslicht vorhanden ist, dann ist der Autofokus gut. Aufgefallen ist es uns beim Aufnehmen unter Bäumen, wo es immer wieder kurz dunkler wurde - dann verlor die Kamera kurzzeitig den Fokus.
Leider ist es aber auch so, dass man den Fokus auf dem Bildschirm (außer anhand des Kastens) nur beurteilen kann, wenn man direkt vor der Kamera mit dem Gesicht ist und dann klappt der Fokus auch fast immer. Sobald man etwas weiter entfernt sitzt, ist das Display nur noch eine Hilfe, um zu sehen, ob man noch im Aufnahmebereich der Kamera ist - ob das Gesicht scharf ist, sieht man so nicht und erst auf der fertigen Aufnahme.
Der Autofokus bzw. die Gesichtserkennung ist also bei schlechten Lichtverhältnissen nicht so zuverlässig wie bei den großen Systemkameras von Canon.
Man muss hier aber auch sagen, dass die nähere Umgebung eh fast immer scharf ist und sich der Unterschied von im Fokus und nicht im Fokus in Grenzen hält. Es ist z.B. nicht so, dass der Rest der Szene komplett unscharf ist.
Ach ja, es gibt sogar einen “glatte Haut” Modus. Daran sieht man auch, welche Zielgruppe Canon mit der V10 anspricht. Wir haben die Funktion nur kurz mal ausprobiert (ja, der Modus funktioniert) und für unnötig befunden.
Der Ton wiederum ist mit den Mikros ganz gut. Je näher man an den Mikros ist, desto besser hört sich der Ton an, was aber klar ist. Nebengeräusche wie Wind usw. sind kein Problem - wir haben nicht einmal den Windschutz benötigt. Insgesamt also wirklich gute Mikros, die hier verbaut sind.
In der Praxis ist die Kamera durch den Ständer sehr praktisch, um aus unmittelbarer Nähe gefilmt zu werden.
Die Kamera ist dabei sehr klein, sodass man sie schnell aus der Hosentasche ziehen kann, um sich zu filmen. Sie ist dabei innerhalb von ca. einer Sekunde betriebsbereit, wenn man den Powertaster drückt.
Der Aufnahmewinkel ist sehr groß, sodass man z.B. auch vor der Kamera Sachen präsentieren kann.
Wenn man als Vlogger unterwegs ist, dann kann und sollte man den Bildstabilisator aktivieren. Dieser funktioniert sehr gut und der Unterschied von nichtstabilisiert zu stabilisiert ist sehr groß.
Leider wird dabei aber auch ziemlich stark hineingecropt was heißt, dass man an Aufnahmebereich verliert. Wenn man die Kamera eine Armlänge vor sich hält, dann kriegt man sich gut drauf und zur Not kommt auch noch eine weitere Person in den Aufnahmebereich, wobei es dann sehr eng wird.
Ohne Stabilisierung hat man, wie schon vorhin erwähnt, einen sehr großen Aufnahmewinkel, aber ohne Stabilisierung - somit sollte man diesen Modus nur nutzen, wenn die Kamera irgendwo steht oder auf einem Gimbal.
Außerdem müssen wir auch sagen, dass der Bildschirm draußen bei Sonnenlicht nicht so gut zu erkennen ist und eine sehr hohe Helligkeit reduziert wiederum die Akkulaufzeit. Das ist aber auch bei vielen anderen Kameras der Fall.
Fotografieren kann man mit der Kamera auch, wobei hier halt wirklich starke Ähnlichkeiten zu Actioncams sichtbar sind. Es ist halt fast alles scharf und Bokeh oder sowas gibt es nicht wirklich.
Im Vergleich zu einem aktuellen IPhone 13 oder 14 können wir sagen, dass hier das IPhone bessere Aufnahmen macht und auch der Autofokus besser ist.
Im Vergleich zu Actioncams oder älteren Smartphones gibt es dagegen mehrere Vorteile.
Zum Akku können wir sagen, dass dieser ganz ok ist, aber sehr lange aufnehmen kann man nicht - je nach Auflösung und Helligkeit des Displays, eine dreiviertel bis zwei Stunde/n filmen oder sehr viele Fotos machen. Eine Powerbank sollte also immer dabei sein.
Nicht so gut finden wir, dass der Akku nicht wechselbar ist. Die Canon Powershot V10 ist jetzt nicht super günstig und wenn nach drei Jahren der Akku durch ist, dann kann man nicht mal eben einen neuen kaufen, wie bei anderen Kameras von Canon oder typischen Actioncams.
Insgesamt ist das Gerät gut und überzeugt im Großen und Ganzen - es hat aber auch seine Schwächen und insgesamt merkt man schon, dass die erste Generation ist. Das Gerät benötigt scheinbar noch etwas Feintuning bei der Firmware. Zum Beispiel sollte der Fokus bei einem Verlust des Gesichts (bei kurzzeitige Dunkelheit) nicht sofort anfangen zu suchen (wird dann unscharf), sodass das Bild trotz Verlust des Fokus noch scharf bleibt. Der Akku könnte auch etwas stärker bzw. größer sein.
Preislich ist das Produkt aktuell etwas teuer - insbesondere im Vergleich zur Konkurrenz.
Wir vergeben noch vier Sterne, denn im Großen und Ganzen ist es schon eine gute Kamera!
⭐⭐⭐⭐
4,0 von 5 Sternen
Sehr gute Bildqualität
Diese Vlogging-Kamera ist bequem mit einer Hand bedienbar und bietet einen flexiblen Standfuß, der die nötige Standfestigkeit gewährleistet.
Die Canon PowerShot V10 verfügt über ein Super-Weitwinkel-Objektiv mit einem Videowinkel von 19mm und einem Foto-Winkel von 18 mm. Der 1-Zoll-CMOS-Sensor und die 4K-Auflösung ermöglichen hervorragende Bildqualität, selbst bei weniger guten Lichtverhältnissen. Mit der WLAN-Verbindung zum Smartphone ist Live-Vlogging schnell umsetzbar, und das 180° klappbare Touch-LCD bietet vielseitige Aufnahmemöglichkeiten in Quer- und Hochformat.
Darüber hinaus verfügt die Canon PowerShot V10 über einen optischen ND-Filter, der professionelle Aufnahmen ermöglicht, sowie eine beeindruckende Auswahl von 14 kreativen Farbfiltern und 14 verschiedenen Markierungen für Seitenverhältnisse. Mit einer Höhe von nur 90 mm und einem Gewicht von 211 Gramm ist sie sehr gut zum Mitnehmen geeignet und passt leicht in eine Tasche.
In Bezug auf die Leistung hat uns die Canon PowerShot V10 nicht enttäuscht. Die Kamera bietet eine einfache Handhabung mit einer einzigen roten Aufnahmetaste, was die Bedienung besonders benutzerfreundlich macht. Die integrierten Mikrofone liefern eine qualitativ hochwertige Tonaufnahme, und in den meisten Fällen waren sie ausreichend, um gute Audioergebnisse zu erzielen. Das spart Zeit und Aufwand beim Einrichten eines separaten Mikrofons und Zoom-Recorders.
Die Anpassung des Kontrasts erfolgt zügig, selbst bei schnellen Wechseln von hell zu dunkel, und die Videoqualität ist insgesamt großartig.
Zusammenfassend ist die Canon PowerShot V10 eine sehr gute Wahl für Vlogger, die nach einer benutzerfreundlichen Kamera mit hervorragender Bildqualität suchen. Ihre kompakte Größe und die praktischen Funktionen wie der eingebaute Standfuß machen sie zur idealen Begleitung für unterwegs. Die vom Hersteller angegebenen technischen Daten sprechen für sich. Das einzige Manko könnte der scheinbar hohe Preis sein, wenn man bedenkt, dass hochwertige Smartphones ähnliche Leistungen bieten können. Wir vergeben daher 4 Sterne.
2,0 von 5 Sternen
Guter Sound, mehr nicht
Der Sound ist gut, trotzdem sollte man am besten ein externes Mirkrofon für beste Soundqualität anstecken (was über Miniklinke machbar ist). Wieder enttäuscht mich Canon mit einer Neuerscheinun). Videotechnisch ist die Kamera leider veraltet, absolut keine Invation. HDMI-Output funktioniert nur in Standard-Einstellung, dann kein Zoomen, etc. möglich. Insgesamt altbacken. Das können andere besser. Dann lieber GoPro, DJI, Insta360, etc. (alle als Selficam einsetzbar, teilweise auch mit externem Mikro möglich), diese bieten noch mehr Einsatzmöglichkeiten und so bekommt man mehr für sein Geld. Selbst meine alte GoPro 7 Hero Black ist die bessere Wahl. Meine Meinung.