Sehr durchdachter Blitz-Set
Ich als Amateurfotograf war beim Auspacken des Blitz-Sets erst einmal überwältigt von der Unmenge des Zubehörs. Es ist toll, woran alles gedacht wurde, und wie flexibel man die verschiedenen Zubehörteile miteinander kombinieren kann. Zum Beispiel kann man den Einzelstellfuß für den SR-200 in den Halterring einklipsen, um auf diese Weise einen Stativ-Mount für den Halterring zur Verfügung zu haben. Das ist nur eines von vielen Beispielen. Das ganze Zubehör wirkt angemessen robust und qualitativ hochwertig. Positiv hervorzuheben ist auch die Vielzahl an Transporttaschen, um Teile des Zubehörs selektiv in "kleinen Portionen" mit auf die Fototour nehmen zu können. Zur Gesamtaufbewahrung dient eine größere Truhe mit vielen kleinen Fächern. Irgendwie hat mich das Ganze ein wenig an das Basteln mit Modellbahn erinnert.Die Steuereinheit SU-800 und die kleinen Blitze SR-200 funktionieren aus meiner Sicht sehr gut. Die Bedienung ist einsichtig. Besonders gefällt mir, dass der SU-800 in zwei verschiedenen Grundmodi betrieben werden kann: Einer für allg. Remote-Flash-Fotografie, einer speziell für Makrosettings (z.B. zwei SR-200 per Halterring am Objektiv befestigt). Je nach Grundmodus gehen manche Bedienschritte direkter und einfacher, entsprechend der Zielanwendung.Die beiliegende Bedienungsanleitung ist gut strukturiert (am Rande kleine Kritik an Amazon: In meinem Blitz-Set, direkt von Amazon geliefert, war nur eine französischsprache Bed.anl.; der Download der korrekten PDF-Datei aus dem Internet war zwar kein Problem, aber ich hätte lieber direkt in der gedruckten Variante geblättert). Ebenfalls nett ist ein kleines Zusatzheftchen (farbig gedruckt), welches ein Tutorial für verschiedene Blitzszenarien darstellt und erläutert, wie man diese mit dem Blitz-Set und ggf. ergänzenden Blitzen angehen kann.Mein Gesamtfazit ist sehr positiv. Ich werde an dem Set in den kommenden Jahren sicher viel Freude haben.
Ein vielseitiges Blitzsystem - leider nicht ganz billig!
Nikons Makroblitzsystem ist kein Sonderangebot, aber ungeheuer variabel und perfekt in Nikons CLS-System integriert. Es gibt einem unzählige Möglichkeiten an die Hand, mit Licht zu spielen.Man kann es durchaus auch außerhalb des Makrobereich einsetzen, z. B. für Porträts, sollte sich aber bewusst sein, dass es für den Makrobereich optimiert wurde. So sind die Einzelblitze sehr leicht und klein, weisen aber auch nur eine Leitzahl von 10 (bei ASA 100) auf.Die oben erwähnte Variabilität setzt aber auch die Bereitschaft des Nutzers voraus, sich mit den gebotenen Möglichkeiten zu beschäftigen. Man kann in fast allen Beziehungen nahezu frei kombinieren. Extra Standfüße mit integriertem Stativgewinde gehören zum Lieferumfang und erlauben die freie Positionierung der Blitze im Raum. Es sind grundsätzlich keine Kabel zwischen Steuergerät bzw. Kamera und den Blitzen erforderlich - sie wären aber als optionales Sonderzubehör (SC-30) verfügbar. Zum Lieferumfang gehören ferner Ultranahbereichsvorsätze, Farbfilterfolien, ein flexibler Clip und eine einseitig mattierte, transparente Streuscheibe im DIN A5-Format. Die zugehörige Tasche ist da natürlich recht groß ... (3 bzw. 4 kleine Einzeltaschen sind aber auch dabei)Die Bedienung der Einzelblitze ist einfach, die der Steuerzentrale SU-800 erfordert den Blick in die (gute) Bedienungsanleitung. Die SU-800 vereinfacht die Einstellung der Makrofunktionen, ist aber nur dann wirklich zwingend, wenn die Kamera keine integrierten Steuerfunktionen für das CLS-System aufweist (betrifft Nikons 3000er und 5000er Serien). Andererseits fallen beim Einsatz der SU-800 die sonst im CLS-System störenden Vorblitze weg, da die SU-800 mit (unsichtbarem) Infrarotlicht arbeitet.Das Gesamtsystem ist durchweg aus Kunststoff, aber solide.Die Belichtung erfolgt exakt und zuverlässig (jedenfalls bei meiner D810).Nachteile:- ein geringes Spiel der Blitze im Anschlussring- der Betrieb der Blitze mit Lithium-Batterien des Typs CR 123 (bei Bezug im Internet bezahlbar)- der CLS-Betrieb ist optisch basiert und kann durch helles Licht gestört werden, ebenso ist seine Reichweite begrenzt. Dies ist im Makroeinsatz allerdings nicht wirklich relevant.- der Anschlussring wird über einen Adapter in das Filtergewinde geschraubt. Objektive sollten deshalb eine Innenfokussierung aufweisen. Nikon selbst hat nur eine gewisse Anzahl ihrer eigenen Objektive freigegeben (Liste findet sich in der Bedienungsanleitung. Diese kann bei Nikon heruntergeladen werden).- eher dunkles Einstelllicht- schattenfreie Ausleuchtung (falls denn erwünscht) geht mit einem zirkulären Ringblitz einfacher- der Preis ...
Ein vielseitiges Blitzsystem - leider nicht ganz billig!
Nikons Makroblitzsystem ist kein Sonderangebot. Dafür ist es ungeheuer variabel und perfekt in Nikons CLS-System integriert. Es gibt einem unzählige Möglichkeiten an die Hand, mit Licht zu spielen.
Man kann es durchaus auch außerhalb des Makrobereich einsetzen, z. B. für Porträts, sollte sich aber bewusst sein, dass es für den Makrobereich optimiert wurde. So sind die Einzelblitze sehr leicht und klein, weisen aber auch nur eine Leitzahl von 10 (bei ASA 100) auf.
Die größte Stärke des Systems ist die oben erwähnte Variabilität. Dies setzt aber auch die Bereitschaft des Nutzers voraus, sich mit den gebotenen Möglichkeiten zu beschäftigen. Man kann in fast allen Beziehungen nahezu frei kombinieren. Extra Standfüsse mit integriertem Stativgewinde gehören zum Lieferumfang und erlauben die freie Positionierung der Blitze im Raum. Es sind grundsätzlich keine Kabel zwischen Steuergerät bzw. Kamera und den Blitzen erforderlich - sie wären aber als optionales Sonderzubehör (SC-30) verfügbar. Zum Lieferumfang gehören ferner Ultranahbereichsvorsätze, Farbfilterfolien, ein flexibler Clip und eine einseitig mattierte, transparente Streuscheibe im DIN A 5-Format. Die zugehörige Tasche ist da natürlich recht groß ... (3 bzw. 4 kleine Einzeltaschen sind aber auch dabei)
Die Bedienung der Einzelblitze ist einfach, die der Steuerzentrale SU-800 erfordert den Blick in die (gute) Bedienungsanleitung. Die SU-800 vereinfacht die Einstellung der Makrofunktionen, ist aber nur dann wirklich zwingend, wenn die Kamera keine integrierten Steuerfunktionen für das CLS-System aufweist (betrifft die 3000er und 5000er Serien). Andererseits fallen beim Einsatz der SU-800 die sonst im CLS-System störenden Vorblitze weg, da die SU-800 mit (unsichtbarem) Infrarotlicht arbeitet.
Das Gesamtsystem ist durchweg aus Kunststoff, aber solide.
Die Belichtung erfolgt exakt und zuverlässig (jedenfalls bei meiner D810).
Nachteile? Gibt es auch:
- ein geringes Spiel der Blitze im Anschlussring
- der Betrieb der Blitze mit Lithium-Batterien des Typs CR 123 (bei Bezug im Internet bezahlbar)
- der CLS-Betrieb ist optisch basiert und kann durch helles Licht gestört werden, ebenso ist seine Reichweite begrenzt. Dies ist im Makroeinsatz allerdings nicht wirklich relevant.
- der Anschlussring wird über einen Adapter in das Filtergewinde geschraubt. Objektive sollten deshalb eine Innenfokussierung aufweisen. Nikon selbst hat nur eine gewisse Anzahl ihrer eigenen Objektive freigegeben (Liste findet sich in der Bedienungsanleitung. Diese kann bei Nikon heruntergeladen werden).
- eher dunkles Einstelllicht
- schattenfreie Ausleuchtung (falls denn erwünscht) geht mit einem zirkulären Ringblitz einfacher
- der Preis ...
Dieses System erschien bereits 2005 und war das Vorbild für eine ganze Reihe ähnlicher Systeme anderer großer Kamera- und Blitzgerätehersteller (Canon, Olympus, Meike, Yongnuo). Allein das spricht schon für es ...
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