Upgrade Sony a7iii zur a7iv
Hervorragende Kamera für ambitionierte Hobbyfotografen. Ich habe das Upgrade von der Sony a7iii zur a7 iv in keinster Weise bereut. Jetzt auch mit Creators' App steuerbar und das funktioniert super. Auch das neue Menü gefällt mir sehr gut. Bildqualität und Handling sind hervorragend. Von mir eine absolute Kaufempfehlung und ein Upgrade lohnt sich mit Sicherheit auch.
Es gibt für mich nichts Negatives zur Kamera zu sagen
Die Alpha 7 IV ist für mich der Hammer. Autofokus, Bildschärfe (sowohl bei Foto und Video) sind schlichtweg überragend. Die vielen Einstellmöglichkeiten, um sie an die individuellen Vorlieben bei der Arbeit anzupassen, sind ohnegleichen. Die Kamera kommt im journalistischen Alltag zum Einsatz und seit ich sie habe, lässt sich neben den Bildern auch immer schnell und unkompliziert ein hochqualitatives Video mitliefern.
A7IV, die (fast) perfekte Kamera
Ich habe meine erste A7iv seit Ende 2021, also direkt zu Release gekauft, die zweite habe ich seit Juni 2023. Kombiniert komme ich auf ca 150.000 Bilder und etliche Stunden Videoaufnamen. Als Foto-/Videograf auf Konzerten und Festivals kommen da einige Terabytes zusammen.
Kritikpunkt beim Auspacken: Es gibt lediglich einen Akku und kein Ladegerät, also muss man den Akku in der Kamera laden oder man kauft sich Ladegerät und weitere Akkus separat.
Nach der Ersteinrichtung und den wichtigsten Einstellungen (dafür gibts gute Videos auf YouTube von z.B. Davision oder Jared Polin/FroKnowsPhoto; das "neue" Sony Menü war gewöhnungsbedürftig) gehts dann auch schon los:
Haptik: Der Body liegt gut in meiner großen Hand, ist nicht zu schwer und alle Knöpfe sind gut zu erreichen. Mir gefällt der Moduswähler für Foto/Video/SQ nicht so gut, dafür lässt sich das Rad mit der Belichtungskorrektur jetzt frei belegen und bei Bedarf auch sperren. Das Rad nutze ich am Ende allerdings für nichts. Manchmal wünsche ich mir auch ein Rad wie's die A1 und A9 haben links vom Sucher, dafür muss man bei Sony allerdings mindestens 5k auf den Tisch legen. Speaking of Sucher: Der ist okay, Auflösung ist relativ mickrig, genauso wie vom Display. Das Display ist auch noch verhältnismäßig dunkel, bei Sonnenschein eher nicht so schön.
Ich nutze beide Kameras immer mit einem Akkugriff (VG-C4EM), in dem Platz für 2 Akkus ist und der für Portraits einen angenehmeren Griff ermöglicht.
Bildqualität: Muss man nicht drüber diskutieren, 33MP sind in meinen Augen der Sweetspot zwischen Dateigröße (ca 35mb verlustfrei komprimierte RAWs) und Auflösung. Manchmal vermisse ich die 42MP der A7r III, bin aber froh 33MP zu haben im Vergleich zu Kollegen mit "nur" 24MP. Genug Spielraum zum croppen und sogar aus einem Quer- ein Hochformat zu machen, geht easy mit dann 3115x4672 (gerundet 14,5MP). Der Spielraum vom Dynamikbereich in der Nachbearbeitung der RAWs, also wie dunkel ein Bild "out of cam" sein kann, das man dann im Nachhinein korrigieren kann, ist besser, als das was ich von Canon mit der R6(Mark 2) und der R3 kenne und da ist Sony in meinen Augen der definitive Sieger.
Autofokus: Schnell! Da ich häufig mehrere Personen im Bild habe, nutze ich den Flexi Spot Tracking Punkt, der sich easy mit dem Joystick verschieben lässt. So kontrolliere ich als Fotograf, wo der Fokus sitzt. Einmal den Auslöser halb durchgedrückt, folgt der AF der fokussierten Person/Tier/whatever. Wer allerdings Portraits shootet und nur ein Paar Augen im Bild hat, kann auch den gesamten Bereich nutzen und den Autofokus entscheiden lassen. Alternativ kann man auch den Touchscreen nutzen und so den Autofokus tracken lassen (generell lässt sich fast alles an der Kamera über den Touchscreen machen, navigieren in den Menüs etc, nutze ich fast gar nicht, da sind mir die Finger zu dick und der Screen zu klein :D)
Video: Hier sind gibt's die größten Kritikpunkte: 4k60 gibt's nur mit 1,5x APSC Crop, also wird aus 24mm eher ein 35mm etc. zudem gibt's einen starken Rolling Shutter, d.h. dass bei schnelleren Bewegungen gerade Linien gebogen erscheinen. Beim Golf ist das besonders schlimm. Das gleiche Problem hat man auch im Foto Modus mit dem elektronischen/lautlosen Verschluss, der ist für mich nicht nutzbar.
Ansonsten ist die reine Videoqualität in 4k60 mit 4:2:2 in 10 Bit und SLOG3 für jeden Filmer ein Traum. Extrem gut in der Nachbearbeitung aber auch für reine Hobbyfilmer (wobei ich einem reinen Hobbyfoto-/Videografen wahrscheinlich keine Kamera für 2500€ empfehlen würde) wirklich gut.
Kommen wir zu den Nachteilen, die mich in meiner Arbeit "einschränken":
Durch den langsam auslesenden Sensor, der für den beschriebenen Rolling Shutter sorgt, ist auch die Serienbildgeschwindigkeit echt schlecht, wenn man's mit der Konkurrenz (Canon R6ii) vergleicht. Die schafft 40FPS, die Sony OFFIZIELL 10 (allerdings nur im verlustbehaftet komprimiertem RAW oder in JPEG), eher 6/7FPS im verlustfreien RAW. Das ist echt schade und ich hätte mir da mehr gewünscht. 40FPS braucht man selten, aber 15 oder 20 wären wirklich besser.
Überhitzen ist leider auch ein Problem, das man nicht übersehen darf. Bei längeren Videoaufnahmen passiert das eher mal oder wenn man die Kamera als Webcam benutzt. Wenn ich Video über HDMI ausgebe an einen Atomos oder Elgato Cam Link, habe ich nach spätestens einer Stunde bei 22°C Umgebungstemperatur eine überhitzte Kamera. Display ausklappen und Auto-Abschaltung in der Kamera auf "Hohe Temperatur" setzen bringt nichts. Manchmal hilft es die Display Helligkeit auf ein Minimum zu reduzieren, aber sobald es wärmer wird, bringt das auch nichts mehr.
Alles in allem ist die A7IV wirklich eine sehr solide Kamera, aber keine 10/10. Sie bringt den Vorteil des Sony E-Mounts und den günstigen Objektiven mit, die man auch gebraucht sehr günstig kaufen kann. Canon und Nikon öffnen ihre Objektivanschlüsse erst langsam für Drittanbieter, aber dann wird eine R6ii, die es für den gleichen Preis gibt, wieder wesentlich attraktiver. Dennoch eine Empfehlung eines "working Professionals" für eine gute Mittelklasse Kamera.
mehr Ergebnisse anzeigen