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Mohr Siebeck Entwicklungsverwaltungsrecht
Die Entwicklungszusammenarbeit ist ein wesentliches Instrument zum Abbau globaler Ungleichheiten, das seit Jahrzehnten von großen Verwaltungsbehörden betrieben und von Politik- wie Wirtschaftswissenschaften untersucht wird. Allein die Rechtswissenschaft hat diese Thematik bislang weitgehend vernachlässigt. Um diese Lücke zu schließen, konturiert Philipp Dann zunächst das Gebiet eines Entwicklungsverwaltungsrechts, analysiert anschließend seine Genese und formuliert wesentliche Prinzipien. Vor diesem Hintergrund untersucht er sodann vergleichend das einschlägige Recht zentraler Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, nämlich der Weltbank, der EU und Deutschlands. Im Kontext der Diskussion um Global Governance und internationales Verwaltungsrecht werden so die Konturen eines neuen Rechtsgebiets erkennbar und eine Vielzahl neuer Forschungsfragen aufgeworfen.
In pluralistischen Gesellschaften, aber auch in globalen Kontexten erhebt sich angesichts zunehmender Konflikte die drängende Frage nach kulturellen und religiösen Ressourcen für Toleranz und Verständigung. Vor diesem Hintergrund bieten pagane, jüdische, christliche, islamische und indologische Konzepte der Barmherzigkeit bzw. des Mitgefühls Deutungsangebote. In interreligiösen und interdisziplinären Zugängen wird in diesem Band religiös begründetes Mitgefühl auf seine eigentümliche Signatur, seine Konstitutionsbedingungen und irenischen Potentiale sowie auf deren Kritik und Grenzen hin untersucht. Dabei kommen insbesondere Perspektiven und Einsichten der neueren philosophisch-kulturwissenschaftlichen Emotionsforschung zur Geltung. Es werden Beiträge aus den Bereichen der klassischen Philologie, der jüdischen, christlichen und islamischen Theologien, der Indologie, der Philosophie, der Politik- und Rechtswissenschaft, der Pädagogik und Literaturwissenschaft geboten.
In dem vorliegenden Band versammelt Reinhard Gregor Kratz zahlreiche Aufsätze, darunter sechs Originalbeiträge. Der Band gliedert sich in drei Teile: Der erste Teil bietet einen Überblick über Prophetie und Propheten im Alten Orient, im Alten Testament und in den Texten vom Toten Meer (Qumran); die beiden folgenden Teile sind den Büchern Jesaja, Hosea und Amos gewidmet. Nach einer Einleitung in die Probleme der Prophetenexegese werden in den Beiträgen des ersten Teils vor allem drei grundlegende Fragen behandelt und anhand von Fallbeispielen erörtert: das Verhältnis von altorientalischer und alttestamentlicher Prophetie, die Unterscheidung zwischen dem historischen und dem literarischen Propheten in den Büchern des Alten Testaments sowie die Rezeption der alttestamentlichen Prophetenbücher in Qumran. Die Eigenart der biblischen Prophetenbücher und ihre frühe Rezeption stehen auch in den beiden folgenden Teilen mit Beiträgen zu Jesaja sowie Hosea und Amos im Zentrum. Die Teile beginnen jeweils mit einem Überblick über die drei "großen" und die zwölf "kleinen" Propheten, wenden sich sodann exegetischen Einzelproblemen der fraglichen Schriften zu und schließen jeweils mit einem Ausblick auf Bezeugung und Auslegung der drei Propheten Jesaja, Hosea und Amos in den Texten vom Toten Meer. Auf diese Weise vermittelt Reinhard Gregor Kratz sowohl ein Gesamtbild der biblischen Prophetenliteratur als auch Einblicke in drei namhafte Vertreter dieser außergewöhnlichen Gattung.
In der Theologie der späten Psalmen sammeln sich die großen Linien alttestamentlicher Theologie wie in einem Brennspiegel. Eine zentrale Fragestellung hierbei ist die Reflexion der eigenen Geschichte, die die in der Forschung als "Geschichtspsalmen" klassifizierten Psalmen 78, 105, 106, 135 und 136 zu ihrem Thema erheben. In je spezifischer Weise konstruieren die Geschichtspsalmen die Erinnerungen der "heilvollen Urzeit" von Exodus und Landnahme, um die eigene Gegenwart im Gebet neu zu deuten. Judith Gärtner erschließt diese identitätsformierende Funktion von Geschichte im Anschluss an den kulturwissenschaftlichen Diskurs über das "kollektive Gedächtnis". Vor dem Hintergrund der aktuellen Psalmenforschung erweisen sich die Geschichtspsalmen darüber hinaus als hermeneutische Schlüsseltexte im Psalter und werden im Blick auf die Komposition und Redaktion des Psalters ausgewertet. Damit eröffnet die Autorin neue Perspektiven auf die Entstehung und die Theologie des Psalters.
Christoph Berner legt eine detaillierte redaktionsgeschichtliche Analyse der Exoduserzählung (Ex 1-15) und des mit ihr literarisch eng verknüpften Jitro-Kapitels Ex 18 vor. Dabei zeigt sich, daß das Paradigma der Neueren Urkundenhypothese vollständig zu verabschieden ist. Sämtliche Textanteile lassen sich im Rahmen eines zumeist kleinschrittig verlaufenden Fortschreibungsprozesses erklären, in dem die Exoduserzählung sukzessive Gestalt gewann. Noch in einer vorpriesterschriftlichen Entwicklungsphase wurde sie redaktionell mit der Vätererzählung der Genesis verbunden und damit zum Teil einer Erzväter und Exodus umfassenden Volksgeschichte, der die priesterschriftliche Bearbeitung sodann offenbarungstheologisches Profil verleiht. Hieran anknüpfend entspinnt sich eine komplexe nachpriesterschriftliche Fortschreibungsaktivität, der weite Teile der Exoduserzählung allererst ihre Existenz verdanken. Das alle Phasen der Textgenese einende Prinzip ist die fortwährende 'midraschartige' Selbstauslegung der werdenden Schrift.
"Informationsverwaltungsrecht" bezeichnet weder ein neues Teilgebiet des Besonderen Verwaltungsrechts noch eine spezifische Umakzentuierung des Allgemeinen Verwaltungsrechts. Angesprochen ist damit vielmehr das Verwaltungsrecht unter den Bedingungen der modernen, globalisierten Wissensgesellschaft. Das Informationsverwaltungsrecht ist in diesem Sinne ein Recht, das sich reflexiv auf die wechselweise Beeinflussung seiner normativen und seiner kognitiven Dimension einstellt und es unternimmt, diesen Vorgang aktiv zu gestalten: als die rechtliche Anleitung einer angemessenen Informationsverarbeitung der Administrative, die zugleich zur rechtsinternen Wissenskonstruktion beiträgt und damit als prozedurales Gesamtarrangement eine neue Form von Entscheidungsfindung qua Rechtsanwendung ermöglicht. Ino Augsberg skizziert die wesentlichen theoretischen und dogmatischen Konsequenzen, die aus dieser Ausgangslage folgen.
Mit diesem Buch legt Günter Figal eine systematisch ausgearbeitete Ästhetik vor. Er erörtert die Kunst als ganze; er berücksichtigt nicht nur bildende Kunst, Dichtung und Musik, sondern ebenso Künste wie Tanz, Keramik, Gartenkunst und Architektur. Das Buch ist phänomenologisch im strengen Sinne. Es nimmt die Grundlegung der Phänomenologie durch Husserl auf, um sie in der phänomenologischen Reformulierung der von Kant her verstandenen Ästhetik neu zu bedenken. Damit führt das Buch auf seine Weise die Forschungen des Autors weiter, wie sie mit Gegenständlichkeit (2006) und Verstehensfragen (2009) veröffentlicht worden sind. Um das Wesen der Kunst zu bestimmen, bezieht sich Figal immer wieder auf einzelne Kunstwerke. Aus deren Erfahrung und Beschreibung ergeben sich die für das Verständnis der Kunst leitenden Begriffe. Dabei ist Erscheinungsdinge eine Auseinandersetzung mit der Tradition der Kunstphilosophie, das die maßgeblichen Konzeptionen von Platon und Aristoteles, über Hegel und Nietzsche bis zu Heidegger, Merleau-Ponty, Gadamer und Adorno kritisch diskutiert. Das Buch richtet sich auch an die Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaften; es lässt verstehen, was im Umgang mit Kunstwerken anders ist als im Umgang mit Texten, Bildern oder Musikstücken, die keine Kunstwerke sind, und macht dabei die besondere Erschließungskraft von Kunstwerken deutlich. So hat Figals Konzeption auch Konsequenzen für das alltägliche Selbstverständnis. Erscheinungsdinge zeigt, wie das menschliche Leben durch die Kunstwerke als bedingtes Leben inmitten der Dinge erfahrbar wird.
Was essen Plüschpferde am liebsten? Natürlich Plüschmöhren! Für unsere Stehpferde gibt es als Zubehör die Möhre, die mit einem Magnet versehen als ganze oder geteilte Möhre zum Spielen verwendet werden kann.
Diese hochwertige Schürze aus gewaschenem Leinen mit dem Möhren-Motiv passt prima zu allen Hobbyköchen und -köchinnen. Wir haben die 84 cm lange, beigefarbene Küchenschürze in Hamburg entdeckt. In der Nähe des berühmten Michel, am Großneumarkt, befindet sich seit 2002 eine kleine Manufaktur, die sich auf Siebdruckerei mit ungiftigen, lösungsmittelfreien Farben spezialisiert hat. In diesem Verfahren wurde deshalb auch dieses Leinentextil von Hand bedruckt. Auch das Zuschneiden und das Nähen wird in Hamburg von versierten Mitarbeitern in Handarbeit erledigt. Sie können die schicke »Möhren-Schürze« bei 60 Grad in der Maschine waschen, in den Trockner geben sowie bügeln. Übrigens: Je öfter Sie Leinen waschen, um so höher wird die Saugfähigkeit. Und gerne können Sie sich jetzt noch unsere große Auswahl an Küchentextilien mit Handtüchern, Tischdecken und weiteren Schürzen hier im Onlineshop ansehen, denn auch als Geschenke eignen sich Artikel für die Küche ja immer bestens.
Criminology is the empirical subject which addresses deviant and criminal behaviour, its social definition as well as its manifestations and control. The new and thoroughly revised edition of this work, a classic work of German-language criminology literature, offers a comprehensive and up-to-date overview of the discipline. Those parts which discuss the criminological study of criminal legislative procedure have been newly structured and expanded in their entirety. In addition, all those text passages which deal with the research on the practice of law enforcement institutions have been newly conceptualized, and considerably more emphasis is placed on the handling of cyber crimes.
Sechzig Jahre nach dem Beginn der Raumfahrt hat sich mit dem Weltraumrecht kontinuierlich ein völkerrechtliches Teilrechtsgebiet entwickelt, dessen Grundlagen und aktuelle Herausforderungen in diesem Lehrbuch behandelt und diskutiert werden. Ähnlich wie das Seerecht für die Meere oder das Luftrecht für den Luftraum versucht das Weltraumrecht, eine internationale Rechtsordnung für den verkehrlich neu erschlossenen Interaktionsraum, den Weltraum, zu schaffen. Dabei gilt es einerseits den Weltraum als Gemeinschaftsraum ohne einzelstaatliche Hoheitsgewalt zu bewahren, andererseits aber die vielfältigen staatlichen und neuerdings privaten Nutzungsinteressen im Weltraum zu berücksichtigen und in einen rechtlichen Ausgleich zu bringen. Der dem Menschen eigene Forscherdrang wird dafür sorgen, dass sich in Zukunft vermehrt weltraumrechtliche Fragen stellen werden. Für Bibliotheken gelten bei diesem Titel abweichende Konditionen; bitte wenden Sie sich an den Vertrieb.
Die Vorschriftensammlung umfasst die wichtigsten staatlichen und verbandsspezifischen Normen mit Sportrelevanz. Das schwer zu erschließende Normengeflecht des Sportrechts ist damit erstmals in einem Band zusammengestellt. Die Sammlung richtet sich an Studierende und Auszubildende im Bereich der Sportwissenschaften, des Sport- oder Eventmanagements und an sportinteressierte Jurastudenten, aber auch an Athleten sowie an Sportmanager und im Sportrecht tätige Rechtsanwälte. Normen, die sich mit dem Ablauf einer Dopingprobe befassen, haben dabei genauso Berücksichtigung gefunden wie die Olympische Charta und Regelungen aus dem Arbeits-, Steuer- und Medienrecht. Damit bietet die Vorschriftensammlung auch dem interessierten Zuschauer die Möglichkeit, sich sportrechtliche Zusammenhänge selbst zu erschließen. Eine erläuternde Einführung, ein Sachverzeichnis und eine Tabelle wichtiger Sportrechtsprobleme erleichtern den Zugang zu den Regelungen.
Ein Vorteil des Zusammenschlusses in einem Konzern liegt in der Haftungsbeschränkung. Damit verbunden sind aber auch Gefahren insbesondere für die Gläubiger einer abhängigen Gesellschaft, wenn diese für die Interessen des Konzerns eingesetzt und dabei ausgebeutet wird. Susanne Wimmer-Leonhardt widmet sich der Frage, wie dem Schutz dieser Gläubiger Genüge getan werden kann, von verschiedenen Ausgangspunkten her. Neben den in Deutschland anzutreffenden gesetzlichen Regelungen analysiert sie vor allem die in den letzten Jahren wieder in den Vordergrund gerückten allgemeinen Haftungsinstrumente. Untersucht wird aber nicht nur die Rechtslage in Deutschland, sondern auch in England sowie die Frage, welches Recht zur Anwendung kommt, wenn Mutter- und Tochtergesellschaft verschiedenen Rechtsordnungen angehören. Wenngleich weitgehend Einigkeit darüber herrscht, daß das Statut der Tochtergesellschaft zur Anwendung gelangt, schließt sich doch die Frage an, wie dieses zu bestimmen ist. Der hierüber seit Jahrzehnten geführte Streit hat durch die jüngsten Urteile des EuGH eine Wendung erfahren und eine weitgehende Entscheidung zugunsten der Gründungstheorie herbeigeführt.
Die Frage nach dem Verständnis der johannischen Theologie ist nach wie vor lebhaft umstritten. Die Autoren widmen sich zentralen Fragen und gewichtigen Themen der Johannesauslegung und bieten so einen exegetisch und theologisch begründeten Zugang zum vierten Evangelium.
Die Finanznot der Kommunen, der Bevölkerungsrückgang in ländlichen Räumen, die gewachsene Bedeutung von Umweltschutz und Bürgerpartizipation, Änderungen des Europäischen Unionsrechts und vieles mehr haben seit Erscheinen der 1. Auflage dieses Buchs im Jahr 2013 zu zahlreichen Änderungen des Kommunalrechts geführt. Aber auch Rechtsprechung und Literatur haben bis zu höchstrichterlichen Neuausrichtungen der kommunalen Selbstverwaltungsgarantie des Grundgesetzes viele neue Aspekte eröffnet. Klaus Lange hat diese Veränderungen in die 2. Auflage des Buches eingearbeitet und darin auf ihre Bedeutung und Folgen hin untersucht. Darüber hinaus sind die bisherigen Überlegungen überdacht, teilweise klarer formuliert und an einigen wenigen Stellen modifiziert oder revidiert worden. Für Bibliotheken gelten bei diesem Titel abweichende Konditionen; bitte wenden Sie sich an den Vertrieb. Rezensionen: "Abschließend ist festzuhalten, dass dieses Werk des Kommunalrechts eine Fundgrube ist für jeden, der sich mit dieser Materie beschäftigt. Das gilt sowohl für die Wissenschaft als auch für den kommunalen Praktiker." Heinrich Albers NdsVBl 2020, 31-32 "Ein hervorragendes Fachbuch, in dem das Kommunalrecht der deutschen Flächenländer umfassend, fundiert und praxisorientiert dargestellt wird. [...] Es ist sehr zu empfehlen." Edmund Schaaf DVP 2019, 457 "An dieser sorgfältigen Darstellung kommt keine solide arbeitende Kommunalverwaltung vorbei - und die Kommunalrechtswissenschaft schon gar nicht." Hans-Günter Hennecke Der Landkreis 2019, 379 f. " Lange hat ein Monumentalwerk des Kommunalrechts geschaffen, das sich schwerlich übertreffen lässt." Klaus Stern Nordrhein-Westfälische Verwaltungsblätter 2015, 39-40 "Nach mehrfacher intensiver Arbeit mit dem Werk möchte man gerne von einem 'großen Wurf' sprechen." Friedrich Schoch AöR 2016, 657-658