Zwangsregistrierung und fehlende Option zum abschalten von Wifi und Bluetooth
Warum 1 Stern?
- Weil meiner Meinung nach die Zwangsregistrierung über eine App, die es nichteinmal im Playstore gibt und die auch nirgends erwähnt wird (habe ich zumindest nicht gesehen) einfach mal gar nicht geht!
Die Liste der Smartphones auf der Kompatibilitätsliste ist darüber hinaus sehr übersichtlich.
-Bei der App tritt man dann direkt mal so ziemlich alles an Rechten ab, was man so hat.
-Die App selber schnappt sich auf dem Smartphone mal direkt 2,14 GB und wenn ich mir das so anschaue, ist der Hauptzweck der App, mir Werbung vorzusetzen
-Natürlich braucht die App den genauen Gerätestandort....
-8% Akku in 12 Minuten Nutzungsdauer, dürfte Rekord sein.
-DJI wirbt mit "Mit über 2,5 Stunden Akkulaufzeit [7]"
Interessant wird es dann, wenn man mal schaut, was unter Punkt 7 steht Zitat: "deaktiviertem Wi-Fi und ausgeschaltetem Bildschirm" - Die Option Wifi und Bluetooth zu deaktivieren steht einem als Kunden aber gar nicht zur Verfügung.
Hatte mir die Kamera aufgrund der vielen guten Berichte unter anderem auf Youtube und Co. gekauft, die Software mit Zwangsregistrierung ist allerdings ein Totalausfall und an dreistigkeit kaum zu überbieten.
Sehr einfach zu bedienen.
Ich hatte eine GoPro 7 und die neue DJI ist um Welten besser.
Super action cam kann ich empfehlen, aber ich finde die gopro hero 12 noch ein bisschen besser aber wer etwas geld sparen möchte macht hier nix verkehrt.
die Aktivierung ist ein schlechter Witz
Die Kamera zeigt bei der ersten Inbetriebnahme einen QR Code den man mit dem Smartphone scannen soll an, damit wird dann eine App aufs Smartphone geladen mit der man das Gerät einmalig aktivieren bzw. registrieren soll, ansonsten kann man es nur 5x benutzen bis die Aktivierung zwingend wird.
Das setzt nicht nur voraus dass man ein aktuelles Smartphone hat (auf Hyper-V oder anderen Android Emulatoren läuft es nicht, und auch nicht auf älteren Smartphones), sondern auch dass man eine App die potentiell unsicher ist und auch zu nichts anderem als der Aktivierung benötigt wird installiert. Danach braucht man die App nie wieder, denn alles andere kann man auch ganz normal über den PC machen.
Wenn man so wie ich kein Smartphone sondern ein Retro Dumbphone hat (ich nutze für alles was über telefonieren oder SMS hinausgeht einen Laptop oder Standcomputer und für die Navigation ein richtiges GPS) empfehlen sie im Herstellerforum die Kamera mit dem Smartphone von Familienmitgliedern oder Freunden zu aktivieren, aber da die App nicht mal im Playstore sondern nur als .apk Direktinstall vorliegt würde man dann den eigenen Freuden oder Familienmitgliedern eine potentielle Spyware (denn was anderes als spionieren sollte das Motiv für so eine überflüssige Aktivierung sein) auf ihr Handy laden.
Die einzige Möglichkeit bei der man nicht wen anderen reinreitet scheint mir bei einem Handytürken oder Inder für 10 Minuten und ein paar Euro ein Smartphone auszuleihen, zu dem Tarif wie sie normalerweise Handys entsperren, dann kann man den QR Code scannen und die Kamera aktivieren und er kann das Handy danach factoryresetten um die Mimo App wieder vollständig loszuwerden.
Das Ärgste ist ja dass sich im Herstellerforum auch andere darüber beschweren, aber denen schicken sie dann Trolle die ihnen ein schlechtes Gewissen einreden sollen wenn sie nicht mit der Zeit gehen und keins von den aktuellen Smartphones auf denen die Aktivierungsapp läuft haben.
Die Moderatoren im DJI Forum treten wiederum höflich auf und versprechen das an die Techniker weiterzuleiten, aber da das anscheinend schon in mehreren Fäden und seit Jahren so läuft und sich nichts geändert hat stecken die Trolle und die Moderatoren wahrscheinlich unter einer Decke. Die meisten lassen sich dann breitklopfen sich, wenn auch unter Protest, von irgendwem ein Smartphone auszuborgen.
Da ich die Kamera brauche werde ich wahrscheinlich mit den Handyentsperrshops feilschen müssen und im schlimmsten Fall den Preis den sie nomalerweise fürs Handyentsperren verrechnen blechen, denn meine Freunde oder Verwandten kann ich da nicht guten Gewissens reinreiten. Ich werde die ganze Prozedur aber mit meiner billigen Chinacam (die keine solche Aktivierung brauchte und an sich eh gar nicht so schlecht ist, aber in Low Light Conditions ginge noch mehr) filmen und das zum Beweis dafür was das für ein Skandal ist auf Youtube hochladen und dem Konsumentenschutz zeigen.
Dass ich meine paar Euro die mich das Entsperren beim Inder kosten wird einklagen kann glaube ich zwar weniger, aber manchmal mussten Konzerne ja auch schon Strafe beim Staat zahlen (sofern sie mit dem nicht unter einer Decke stecken, denn wenns ums Spionieren geht sind die eh Partner in Crime), das bringt mir zwar keinen Kosten- und Aufwandersatz sondern nur Genugtuung, aber das ist besser als nichts. Ein 1 Star Review auf Amazon ist auch fix, denn auch wenn sie ansonsten 5 Sterne verdienen würde werden dafür 4 Sterne abgezogen (wenn es ginge würde ich auch 5 Sterne abziehen, aber da zumindest der Akku austauschbar ist sollen sie den 1 Punkt haben).
Der Konsumentenschutz hat mir folgendes empfohlen, ich zitiere: "Stellen Sie der DJI GmbH die Frage, weshalb es 1) notwendig ist, das Produkt zu registrieren und 2) wieso dafür eine App benötigt wird? Begründen können Sie Ihre Frage damit, dass es gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstößt, wenn Sie mehr Daten hergeben müssen (= Registrierung) als für die eigentliche Nutzung des Produkts (= Videoaufnahme) erforderlich ist. Unabhängig davon erschließt es sich nicht, wieso eine Registrierung zwingend an die Installation einer App gebunden ist, wo es doch wieder datenschutzfreundlichere Möglichkeiten – zB Registrierung über die Website – gibt. Das Unternehmen kann entweder Ihre Ansicht teilen und den datenschutzrechtlichen Prozess ändern oder aber Ihnen eine Begründung zukommen lassen, weshalb es sein Vorgehen als rechtmäßig ansieht. Bitte lassen Sie mich wissen, sobald Sie eine Antwort erhalten, damit wir mit Ihnen gegebenenfalls weitere Vorgehensweisen besprechen können. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesen Hinweisen helfen können!"
Da die Ausreden von DJI aber eh bekannt sind ist da wohl nichts zu erwarten, denen muss man wohl juristisch zu Leibe rücken, denn wenn man den Ersten damit davonkommen lässt rechtfertigen sich die Nächsten damit dass das eh alle so machen, und dann heißt es am Ende "you will own nothing and be happy".
Die EU ist auch super, einerseits schreiben sie den Herstellern zwar einen einheitlichen USB-C Anschluss vor um Barrierefreiheit zu ermöglichen (woran die sich auch halten weil sie es in dem Fall müssen), und dann akzeptieren sie so eine dubiose Aktivierungsmethode, da kann man nur sagen 1 Schritt vor und 2 Schritte zurück.
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